Lage zur Kinderbetreuung

Ein Kommentar von Prof. Dr. Thomas Jäger

Thomas Jäger

Lassen Sie uns über die Lage der Kindergärten in Kahl sprechen. Und ich muss damit beginnen: Ich bin katholisch. Als Kind ging ich in einen katholischen Kindergarten. Damit habe ich also gar kein Problem – auch wenn ich diejenigen Eltern sehr gut verstehen kann, die für ihre Kinder eine andere Betreuung und deshalb Alternativen wünschen.

Was aber – katholisch oder nicht – überhaupt nicht geht ist, dass es in Kahl keine Ganztages-Betreuung gibt. Die Öffnungszeiten der Kindergärten sind besonders für Halbtagsbeschäftigte im lokalen Umkreis sinnvoll. Viele andere Eltern hadern damit. Wer Schichtdienst hat – als Krankenschwester allein erziehend, zum Beispiel – fällt hinten runter. Und was macht der Gemeinderat? Nichts.

Wenn die Stephanusgemeinschaft, die Trägerin der Kindergärten, meint, es gibt keinen Bedarf für längere Betreuung, ist das falsch.

Wenn der Gemeinderat meint, dass er sich aus der Verantwortung stehlen kann, ist das falsch.

Und wenn das Problem bei Eltern abgeladen wird, ist das falsch.

Das kann so nicht bleiben. Das muss sich ändern. Deshalb wollen wir in den Gemeinderat. Denn Aktiv für Kahl ist Gut für Kahl – und gut für Sie.

Thomas Jäger, Aktiv für Kahl