Wettbüro mit Shisha-Bar in Kahl a.Main geplant?

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In den seit langer Zeit leer stehenden Räumen des ehemaligen “Frische Paradies” in der Hauptstraße, das Ende 2014 nach 23 Jahren seine Türen schloss, soll nach Mitteilung von Anwohnern demnächst ein Wettbüro mit Shisha-Bar einziehen. Schon jetzt regt sich dagegen Widerstand, weil dadurch nicht die Aufwertung der Hauptstraße erwartet wird.

Bürgermeister und Gemeinderat haben dieses zentrale Grundstück allerdings fünf Jahre links liegen lassen, weshalb die auf die weitere Gestaltung kaum Einfluss haben werden. Es ist dringend nötig, dass zukünftig eine aktive Ortsentwicklung betrieben wird und nicht nur den Entwicklungen hinterher geschaut wird, wie es in Kahl zur Gewohnheit geworden ist.

Das Haus befindet sich in Privatbesitz und somit entscheidetder Eigentümer, an wen er vermieten möchte.

Das Grundstück befindet sich im Altortbereich für den der Bebauungsplan “Ortsmitte II” Regelungen trifft. Auch wenn derzeit eine Überarbeitung dieses Bebauungsplanes erfolgt, wird eine Verhinderung dadurch nicht möglich sein. Diese Information war aus dem Rathaus zu erhalten. Auch in Erfahrung zu bringen war, dass eine offizielle Nutzungsänderung noch nicht eingegangen ist.

Als das besagte Gebäude ursprünglich für eine Druckerei entstand, später nach dem Verkauf vom neuen Eigentümer um- und ausgebaut worden war, zog das »Frische Paradies« ein. Der vordere Bereich des Gebäudes wurde aufgestockt und es entstanden zwei Eigentumswohnungen im Obergeschoss.
Nachdem wohl ein Bebauungsplan der anvisierten Nutzung keinen Riegel vorschieben kann, bleibt für denjenigen, der das Objekt etwas näher kennt, die Frage, wie das geplante Vorhaben mit den Brandschutzvorschriften in Einklang zu bringen ist.

Aktiv für Kahl hofft, dass seitens der Gemeinde alles erdenkliche unternommen wird, dieses für die Anwohner nicht vollstellbare Unterfangen zu verhindern.
Sicherlich wäre es auf Zukunft gesehen wichtig, dass die Gemeinde selbst Eigentü­merin dieses Objektes wird, um eine sinnvolle Vermietung oder Verpachtung im Interesse der Anwohner und der Entwicklung der Hauptstraße zu organisieren.


Pressebericht im Main-Echo vom 02.07.2019

Klarstellung auf Facebook vom 25.07.2019